Wie ist die REAbalance® Methode entstanden? Mein Weg von der Pferdearbeit zur eigenen Körpermethode
Wie entstand die REAbalance® Methode? Andrea Furlani-Krebel erzählt, wie Beobachtungen aus ihrer langjährigen Arbeit mit Pferden und Menschen zur Entwicklung ihrer eigenen Methode führten. Eine persönliche Geschichte über Pferde, einen Strohballen, eine außergewöhnliche Begegnung in Donaueschingen und den Neubeginn auf Mallorca.
Andrea Furlani-Krebel
8/12/20267 min read


Die Wurzeln meiner REAbalance® Methode reichen rund 30 Jahre zurück. Sie liegen dort, wo man sie vielleicht nicht vermuten würde: in meiner damaligen Arbeit mit Pferden. Zu dieser Zeit arbeitete ich in Süddeutschland und in der Schweiz intensiv mit Pferden und Hunden. Eine wichtige fachliche Grundlage bildete dabei auch die gelernte Strukturelle Osteopathie. In meiner praktischen Arbeit beschäftigte ich mich besonders mit Körperstruktur, Beweglichkeit und den Zusammenhängen zwischen verschiedenen Bereichen des Körpers. Später kamen immer häufiger auch Reiterinnen und Reiter zu mir. Eine eigene Methode zu entwickeln, hatte ich damals nicht geplant. Ich wollte zunächst verstehen, was ich bei meiner täglichen Arbeit beobachtete. Heute weiß ich: Genau dort begann der Weg zu dem, was ich heute REAbalance® nenne.
Die ersten Beobachtungen bei den Pferden
Zu dieser Zeit arbeitete ich intensiv mit Pferden und Hunden – phasenweise sogar mit mehr Tieren als Menschen. Dabei begann ich immer genauer darauf zu achten, was sich im Körper eines Pferdes zeigte, wenn ich an bestimmten Positionen und faszialen Zusammenhängen arbeitete. Mich ließ eine Beobachtung nicht mehr los: Veränderungen schienen für mich nicht nur an der Stelle sichtbar zu werden, an der ich gerade arbeitete. Oft nahm ich auch Unterschiede in der Ausrichtung des gesamten Körpers wahr.
Also schaute ich genauer hin.
Ich verglich meine Beobachtungen, veränderte meine Vorgehensweise und beobachtete erneut. Manches bestätigte sich für mich in der praktischen Arbeit, anderes führte mich zu neuen Fragen und Zusammenhängen. So entstand meine Arbeitsweise nicht nach einem fertigen Plan. Sie entwickelte sich Schritt für Schritt – aus vielen Jahren praktischer Erfahrung.
Eine besondere Begegnung in Donaueschingen
In all den Jahren mit den Pferden habe ich unglaublich viel erlebt. Manche Begegnungen sind mit der Zeit verblasst, andere sind mir bis heute sehr lebendig geblieben. Eine davon führte mich zum großen Reitturnier nach Donaueschingen. Dort sprach mich ein Trainer an, der einen Scheich begleitete. Er bat mich, zwei seiner Pferde zu behandeln. Nachdem ich mit den Pferden gearbeitet hatte, hieß es am Abend, dass der Scheich selbst ebenfalls eine Behandlung von mir wünsche. Also arbeitete ich auch mit ihm – genau wie mit seinen Pferden nur dieses eine Mal.
Danach erhielt ich mehrfach Anrufe mit der Bitte, zu ihnen zu kommen und sowohl die Pferde als auch ihn weiter zu behandeln. So außergewöhnlich diese Möglichkeit für mich war, sagte ich jedes Mal ab. Ich betreute damals in Deutschland viele Pferde und Reiter, denen ich mich verbunden fühlte. Ich wollte sie nicht einfach zurücklassen.
Den Namen des Scheichs kannte ich damals nicht – oder ich habe ihn im Laufe der Jahre vergessen. Einige Zeit später sah ich zufällig einen Bericht auf n-tv und erkannte ihn wieder. Nach meiner Erinnerung wurde dort erzählt, dass er mit Löwen für einen König gearbeitet hatte. Erst in diesem Moment wurde mir bewusst, wem ich damals in Donaueschingen begegnet war.
Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, wird mir bewusst, wie viele besondere Menschen und Tiere meinen Weg gekreuzt haben. Jede dieser Begegnungen hat meinen Blick geschult und auf ihre eigene Weise dazu beigetragen, dass sich meine Arbeit immer weiterentwickeln konnte.
Vom Pferd zum Menschen – manchmal auf einem Strohballen
Bei den Pferden waren natürlich auch ihre Reiterinnen und Reiter. Nicht selten erzählten sie mir von ihren eigenen körperlichen Beschwerden oder Einschränkungen. Irgendwann begann ich, meine Erfahrungen aus der Arbeit mit den Pferden auf den menschlichen Körper zu übertragen. Das geschah damals ganz unkompliziert. Einen klassischen Behandlungsraum brauchte es nicht immer. Manchmal legte sich ein Reiter einfach auf einen Strohballen und ich arbeitete dort mit ihm. Was bei den Pferden begonnen hatte, bekam dadurch eine neue Richtung. Ich arbeitete weiterhin mit Tieren, gleichzeitig kamen immer mehr Menschen zu mir.
Eine Begegnung, die ich nie vergessen habe
An eine meiner frühen Erfahrungen mit einem Menschen erinnere ich mich besonders gut. Über eine Empfehlung kam ein Mann mit starken Rückenbeschwerden zu mir. Seine Beweglichkeit war deutlich eingeschränkt und er konnte nur mühsam aus seinem Auto steigen. Ich weiß sogar noch, welches Auto es war: ein rotes Mercedes-Cabrio.Ich arbeitete mit der Vorgehensweise, die sich zu dieser Zeit aus meinen bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen entwickelte. Drei Tage später kam der Mann erneut zu mir. Dieses Mal stieg er für mein Empfinden deutlich beweglicher aus seinem Auto.
Ich war selbst überrascht und fragte ihn sinngemäß:
„Oh, jetzt geht es Ihnen aber besser. Waren Sie beim Arzt und haben eine Spritze bekommen?“
Seine Antwort habe ich bis heute nicht vergessen:
„Nein, ich war doch bei dir.“
Diese persönliche Erfahrung war natürlich kein wissenschaftlicher Nachweis für eine bestimmte Wirkung. Sie bestärkte mich jedoch darin, noch genauer hinzusehen und meine Arbeitsweise weiterzuentwickeln.
Immer mehr Menschen kamen auf Empfehlung
Mit der Zeit sprach sich meine Arbeit herum. Viele Menschen kamen über persönliche Empfehlungen zu mir an den Bodensee. Manche nahmen dafür weite Wege auf sich, beispielsweise aus Stuttgart oder Ludwigsburg. Ich erinnere mich sogar an Menschen, die aus Australien anreisten. Die Arbeit mit Menschen nahm einen immer größeren Teil meines Lebens ein. Und ich konnte damals nur schwer Nein sagen. Wenn jemand Beschwerden hatte und um einen Termin bat, fand ich meistens eine Möglichkeit – auch samstags oder sonntags. Irgendwann hatte meine Arbeit einen Umfang erreicht, den ich selbst kaum noch begrenzen konnte.
Wie Mallorca in mein Leben kam
Bevor Mallorca mein Zuhause wurde, kam ich bereits regelmäßig zum Arbeiten auf die Insel. Über einen Zeitraum von etwa vier Jahren wurde ich immer wieder nach Mallorca eingeladen. Meistens blieb ich ungefähr eine Woche und arbeitete während dieser Zeit mit Pferden und Menschen. Bei einem dieser Aufenthalte sagte ich eher beiläufig zu einem Immobilienmakler:
„Ach, ich würde mir gerne einmal so eine Finca anschauen.“
Er zeigte mir eine Finca mit einem zusätzlichen Apartment, einem Pool und vor allem viel Platz für die Pferde.
Ich war begeistert. Danach sagte ich zu meinem damaligen Partner:
„Wir wandern aus.“
Und dann ging alles erstaunlich schnell. Innerhalb von ungefähr drei Monaten setzten wir unsere Entscheidung um und Mallorca wurde mein neues Zuhause.
„Mallorca hat mir das Leben gerettet“
Diesen Satz habe ich später oft gesagt: „Mallorca hat mir das Leben gerettet.“
Der Umzug unterbrach einen Arbeitsrhythmus, den ich in Deutschland selbst kaum noch stoppen konnte – wenn auch nicht sofort. In der ersten Zeit flog ich weiterhin regelmäßig nach Deutschland und arbeitete dort mit Menschen, die bereits länger zu mir kamen. Gleichzeitig entwickelte sich meine Arbeit auf Mallorca weiter. Irgendwann wurde beides zusammen zu viel. Mein Leben und meine Arbeit verlagerten sich deshalb immer stärker auf die Insel. Auf Mallorca bekam meine Arbeitsweise schließlich auch den Namen, den sie heute trägt.
Wie der Name REAbalance® entstand
Die Geschichte hinter dem Namen ist eigentlich ganz einfach und sehr persönlich.
Mein Vorname ist Andrea. Die letzten drei Buchstaben sind:
REA
Dazu kam das englische Wort balance.
So entstand der Name REAbalance®.
Für mich passte diese Verbindung zu dem, was mich schon seit vielen Jahren beschäftigte: den Körper nicht nur an einer einzelnen Stelle zu betrachten, sondern seine Zusammenhänge und seine gesamte Ausrichtung wahrzunehmen.
Keine plötzlich fertige Methode
Wenn ich heute von der REAbalance® Methode spreche, möchte ich nicht den Eindruck erwecken, ich hätte vor 30 Jahren ein fertiges Konzept entwickelt und es seitdem unverändert angewendet.
So war es nicht.
Meine Arbeit entwickelte sich über viele Jahre. Ich beobachtete, sammelte Erfahrungen, stellte Zusammenhänge her und passte meine Vorgehensweise immer wieder an. Auch die Bezeichnungen veränderten sich. Zeitweise verwendete ich Begriffe wie „Faszienmassage nach REAbalance®“, „ganzheitlich-energetische Körperarbeit bei REAbalance®“ oder „Faszienstrukturtherapie“. Noch vor einigen Jahren sprach ich teilweise von Faszienmassage. Die Bezeichnungen änderten sich, weil auch meine Arbeit differenzierter wurde. REAbalance® ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern aus jahrzehntelanger praktischer Arbeit gewachsen.
Auf Mallorca begann ich, mein Wissen weiterzugeben
Vor mehr als 15 Jahren begann für mich ein neuer Abschnitt: Auf Mallorca fing ich an, mein Wissen und Teile meiner Arbeitsweise an andere Menschen weiterzugeben. Auch die Ausbildung hat sich seitdem verändert. Früher kamen die Teilnehmer für sieben intensive Ausbildungstage nach Mallorca. Später reduzierte ich die Präsenzzeit auf fünf Tage und stellte erste Inhalte vorab zur Verfügung. Heute konzentriert sich die Ausbildung auf drei intensive Praxistage. Zusätzlich können die Teilnehmer freiwillige digitale Inhalte nutzen, um vorab einen Einblick in Körperstrukturen, Faszien und ausgewählte anatomische Zusammenhänge zu erhalten. So bleibt während der gemeinsamen Zeit vor Ort mehr Raum für das, was sich nicht durch digitale Inhalte ersetzen lässt: genaues Hinsehen, persönliche Anleitung und intensive praktische Erfahrung. In der heutigen Ausbildung vermittle ich nicht meine gesamte REAbalance® Methode. Ich gebe einen wichtigen, klar abgegrenzten Bereich weiter: die faszial-energetische Körperaufrichtung mit dem von mir entwickelten vollständigen Anwendungsablauf.
Der Moment, in dem ich wusste: REAbalance® darf sichtbarer werden
Ein entscheidender Anstoß, mit meiner Methode stärker an die Öffentlichkeit zu gehen, entstand während meiner letzten Ausbildung. Ich erhielt viele persönliche und positive Rückmeldungen von Teilnehmern und Menschen, die meine Körperarbeit erlebt hatten. Mehrfach hörte ich sinngemäß:
„Andrea, deine Methode muss raus. Zeig den Menschen, dass es sie gibt.“
Diese Rückmeldungen haben etwas in mir verändert. Für mich war meine Arbeit über all die Jahre einfach das, was ich tat: Ich beobachtete, arbeitete praktisch, lernte dazu und entwickelte meine Vorgehensweise weiter. Irgendwann begann ich, mein Wissen auch an andere Menschen weiterzugeben. Ich hatte nie das Bedürfnis, daraus etwas besonders Lautes zu machen. Doch nach und nach wurde mir klar:
Es ist an der Zeit, sichtbar zu machen, was über all diese Jahre entstanden ist.
Wofür REAbalance® heute steht
Heute bezeichne ich meine Arbeit bewusst als REAbalance® Methode. Nicht, weil sie plötzlich entstanden wäre, sondern weil dieser Name heute all das zusammenfasst, was über Jahrzehnte gewachsen ist. Die Wurzeln reichen zurück zu meiner Arbeit mit Pferden, zu meinen ersten Beobachtungen körperweiter Zusammenhänge und zu den Menschen, die manchmal noch auf einem Strohballen lagen, während ich begann, meine Erfahrungen auf den menschlichen Körper zu übertragen.
Seitdem hat sich vieles verändert.
Aus einzelnen Beobachtungen wurde nach und nach eine strukturierte Vorgehensweise. Aus meiner praktischen Erfahrung entwickelte sich ein ganzheitliches System, das Körperlesen, fasziale Körperarbeit, Bewegung, energetische Wahrnehmung und natürliche Aufrichtung miteinander verbindet. Aus meiner persönlichen Arbeit entstand schließlich auch eine Ausbildung, in der ich heute die faszial-energetische Körperaufrichtung als einen wichtigen Bereich von REAbalance® weitergebe.
Nach mehr als 35 Jahren Körperarbeit bin ich bereit, diesen Weg sichtbarer zu machen und mein Wissen mit anderen Menschen zu teilen.
Andrea Furlani-Krebel
Entwicklerin der REAbalance® Methode und Autorin dieses Beitrags
Möchtest du erfahren, welchen Bereich meiner Methode ich heute persönlich weitergebe? In meiner Ausbildung lernst du die faszial-energetische Körperaufrichtung nach REAbalance® kennen und praktisch anzuwenden.
Wie REAbalance® entstand –
mit Pferden, einem Strohballen und vielen unerwarteten Begegnungen
Ausbildung in der faszial-energetischer Körperaufrichtung
Ein Ausbildungsbereich der REAbalance® Methode
andrea@reabalance.com
© 2026 Andrea Krebel · REAbalance® Methode · Alle Rechte vorbehalten.
Andrea Krebel NIF: ES-X9086975C
Apartado de Correos 164,
IB 07660 Cala Dor
Rechtliches
